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stadtgestalten

Freiraum in der Stadt erobern, den eigenen Bezirk auf Video bannen, Wohnstraßen bewohnbar machen oder sich ganz konkret für eine Skaterbahn einsetzen – das sind Projekte, die SchülerInnen im Rahmen der AGENDA 21 umsetzen und so ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten.

„Wir hätten gerne eine Skaterbahn, haben schon den Bezirksvorstand gesprochen und wollen jetzt eine AGENDAGruppe gründen, um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen!“ So „straight“ können Jugendliche die Gestaltung ihrer Umwelt in die Hand nehmen. Natürlich bedarf das einigen Engagements, aber dafür bietet die AGENDA 21 Entfaltungsmöglichkeit für die unterschiedlichsten Anliegen.

Seit 1998 arbeitet die überparteiliche Plattform für nachhaltige Bezirksentwicklung und BürgerInnenmitbestimmung am Alsergrund. So erfolgreich, dass mittlerweile engagierte Lehrer und aktive Jugendliche selbst zum AGENDA-Büro kommen, um sich die nötige professionelle Unterstützung für ihre Ideen zu holen. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit.
Soziale, ökologische oder wirtschaftliche Vorhaben können hier verwirklicht werden. Die Gruppe „Interaktive Spiel- und Freiräume“ will etwa mit Kindern und Jugendlichen ungenutzten Stadtraum erobern. In einer offenen
Planungswerkstatt verbanden sie Spiel, Sport und Kreativität, bauten ein Floß an der Rossauer Lände und schickten mit Luftballons „Malerei auf Reisen“. Diese Aktionen stießen auf großes Interesse und ermöglichten es, Jugendliche unterschiedlichen Alters und kultureller Identität für die Chancen im urbanen Raum zu sensibilisieren.
Nach den temporären Aktionen wird jetzt eine dauerhafte Nutzung für die kontinuierliche Zusammenarbeit mit interessierten Schulen entwickelt. „Eine Rutsche für die Stiege“, auf diese utopische Idee durfte eine Schülerin des Erich-Fried Gymnasiums besonders stolz sein. Der Entwurf war beim Ideenwettbewerb einen Preis wert und wurde beim Aktionstag tatsächlich gebaut. Hier geht’s darum, für eine öffentliche Stiege, die zwei
Straßen unterschiedlichen Niveaus verbindet, ein Umgestaltungskonzept zu entwickeln. Dabei soll der gemeinwesenorientierte Prozess eine für alle befriedigende Lösung garantieren. Im Workshop lernten die Schüler einiges über demokratische Meinungsfindung und mit Unterstützung der Lehrer gelang es ihnen, ihre Positionen gegenüber den Erwachsenen zu behaupten.

Kooperationen gibt’s auch im Rahmen der Verkehrserziehung, damit Wohnstraßen wieder zu einem wirkungsvollen Element der Stadtplanung werden. Mit Verkehrspolizisten wurde in den Wohnstraßen „geblitzt“, informiert, und die Schüler verteilten je nach Fahrverhalten Äpfel oder Zitronen. Die Möglichkeit, Schulprojekte durch die AGENDA 21 zu verwirklichen, spricht sich immer mehr herum. So gelang es für das Schülerprojekt
eines Bezirksvideos aus Kindersicht eine externe Finanzierung aufzutreiben und es damit überhaupt zu ermöglichen.

Deshalb lohnt sich die Kooperation mit der AGENDA – damit sich kreatives Potential entwickeln kann. Ideen verwirklichen, Spaß haben, von Erfahrungen profitieren und die Stadtentwicklung aktiv mitgestalten, das alles kann man bei der AGENDA 21 am Alsergrund und alles was dazu nötig ist, sind Ideen und Engagement!

‘Stadt gestalten. Mit der AGENDA 21 Ideen für eine nachhaltige Stadt vewirklichen’
Erschienen in ‘umwelt & bildung 3/2001’

Forum Umweltbildung

 

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