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Tatiana Lecomte hat sich intensiv mit dem Kampf um Gleichberechtigung in den Jahren zwischen 1848 und 1918 auseinandergesetzt. Jetzt wir ihr Künstlerinnenbuch präsentiert.

Was haben „Bemerkungen über Syphilis“, der „Kampf gegen die Kasernierung der Prostitution“ und eine Petition der steuerzahlenden, eigenberechtigten Frauen Niederösterreichs mit dem Frauenwahlrecht zu tun? Es sind alles kleine Bausteine, die zwischen dem Revolutionsjahr 1848 und der Einführung des Frauenwahlrechts in Österreich 1918 die Komplexität der Themen, Initiativen, Vorurteile und Kämpfe rund um die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft wiedergeben. Wer waren eigentlich die Frauen, die für die Gleichberechtigung, für Bildung und für Arbeitsrecht auf die Straßen gegangen sind und sich dafür auf dem politischen Parkett eingesetzt haben?

Die Künstlerin Tatiana Lecomte hat in intensiver Recherche und in Zusammenarbeit mit der Historikerin Gudrun Ratzinger 52 unterschiedlichste Texte, die rund um die Wende des 19. Jahrhunderts in Zeitschriften abgedruckt oder auf Flugblättern verteilt wurden, zusammengestellt. Sie ergänzt diese mit den Erfahrungen zweier junge Frauen, die im Herbst 2018 die Texte an PassantInnen vor dem Palais Niederösterreich – Ausgangsort der 1848er Revolution – in der Wiener Herrengasse verteilt haben. Welche Themen sind heute noch dieselben wie damals? Was erscheint uns nach 100 Jahre absurd? Wie haben sich Sprache und Begrifflichkeiten verändert? Wo sind heute die Grenzen der Emanzipation der Frau?

Tatiana Lecomte, Frauen und Mädchen! Der Kampf um Gleichberechtigung 1848-1918, Hrsg. von Katrina Petter, mit Texten von Eva Geber, Gudrun Ratzinger und einem Interview mit Rosa Andraschek und Anna Stippl, bahoe books, Wien 2019
108 Seiten, 17 x 24 cm, 14 Sw- und 70 Farbabbildungen, deutsch ISBN 978-3-903290-09-9

Buchpräsentation am 21. Mai 2019 im kunstraum Niederösterreich Herrengasse

Abbildung: Barrikaden-Strohhut, 1848, Kreidelithographie von A. Zampis
© Wien Museum

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