Nomadisch ist die Manifesta unterwegs. Heuer macht die europäische Biennale für zeitgenössische Kunst im Ruhrgebiet Halt.’This is not a church‘ ist das Motto, und so sind die Veranstaltungsstätten in 12 umgewidmeten Nachkriegskirchen in Bochum, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen verteilt.

Die Biennale wurde in den frühen 1990er-Jahren als Reaktion auf das Ende des Kalten Krieges gegründet und verbindet zeitgenössische Kunst, Architektur und urbane Forschung, um den Wandel in der Gesellschaft zu untersuchen. Sie ist alle zwei Jahre an einem anderen Statd oder Region in Europa zu finden und widmet sich dort lokalen, sozialen und politischen Themen. Die erste Ausgabe war 1996 in Rotterdam, die diesjährige Manifesta 16 Ruhr läuft bis 4. Oktober 2026 im deutschen Ruhrgebiet mit den Schwerpunktorten Bochum, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen.

Dabei werden ehemalige und wenig genutzte Kirchengebäude in kulturelle und gemeinschaftliche Zentren umgewandelt. In diesen werden Manifesta 16 Veranstaltungen, Werkstätten, Ausstellungen sowie ortsspezifische Auftragsarbeiten und Installationen präsentiert.

Das künstlerische Programm wurde von einem interdisziplinären künstlerischen Team entwickelt, das aus acht Kreativen Vermittler*innen oder auch Creative Mediators besteht: Josep Bohigas, Gürsoy Doğtaş und aus drei generationenübergreifenden Tandems – Henry Meyric-Hughes & Michael Kurtz, René Block & Leonie Herweg sowie Krzystof Kosciuczuk & Anda Rottenberg.

Fotos:
FailAgainFailBetter, 2026 © Cabosanroque Collective. Photo © Manifesta 16 Ruhr / Rainer Schlautmann
This is not a church pew, 2026 © Curro Claret. Photo © Manifesta 16 Ruhr / Ivan Erofeev
When Animals Fall From the Sky, 2026 © Eva Koťátková (and children from Bochum and Prague). Photo © Manifesta 16 Ruhr / Ivan Erofeev
Third Place, 2026 © Evita Vasiljeva. Photo © Manifesta 16 Ruhr / Ivan Erofeev