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Machen Gesundheits-Bauten krank? Ein ORTE-Symposion widmet sich der Frage, wie strukturelle und gestalterische Ansätze – so auch die Kunst – einen positiven Beitrag zur Heilung bzw. Aufenthalts- und damit Lebensqualität in Gesundheitsbauten leisten können. Internationale, interdisziplinäre Expert*innen stellen dazu ganzheitliche Konzepte wie zeitgemäße Gestaltungsmöglichkeiten vor, Katrina Petter von KOERNOE wird anhand von regionalen wie internationalen Beispielen das Potenzial von Kunst in diesem Kontext veranschaulichen.

Dass Gesundheitsbauten und ihre Umgebung maßgeblich zur Genesung beitragen, lag für Generationen von MedizinerInnen und ArchitektInnen auf der Hand. Geänderte Rahmenbedingungen und vielfältige Anforderungen haben die Bedeutung der Gestaltung jedoch in den Hintergrund treten lassen. Kaum eine Bauaufgabe ist heute so komplex, wie jene eines Krankenhauses.

Es bedarf nicht nur der entsprechenden technischen und pflegerischen Ausstattung von Krankenzimmern, Untersuchungs- und OP-Räumen, vielmehr noch sind hohe Hygiene- und Sicherheitsstandards zu erfüllen, Energieeffizienz und Leistbarkeit sicherzustellen. Und so beschleicht uns beim Aufenthalt in diesen hoch ausdifferenzierten Gebäuden nicht selten Unbehagen. Das seit gut vier Jahrzehnten wieder in Diskussion gebrachte Konzept der „Healing Architecture“, das auf die positiven Wirkungen des Gebauten auf den Genesungsprozess und die emotionale Konstitution in Ausnahmesituationen setzt, kommt nur selten zur Anwendung.

ORTE möchte mit diesem Symposium zeitgemäße Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen, die das Wohlbefinden steigern, für die Genesung der PatientInnen förderlich sind und zuträgliche Arbeitsbedingungen für ÄrztInnen und das pflegende Personal schaffen. Nationale wie internationale ExpertInnen werden multidisziplinäre, gesamtheitliche Konzepte von Medizin und Architektur vorstellen, die über das Psychische und Psychosomatische hinaus auch die Physis nachweisbar positiv beeinflussen.

Online Symposion am Donnerstag den 18. Februar 2021 ab 13:30
Neues vom Zauberberg. Machen Gesundheitsbauten krank?
ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich
KOERNOE Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich

Abbildungen:
Kurhaus am Semmering, Arch. Krauß & Tölk, 1909, © Heidrun Schlögl
Landespflegeheim Wolkersdorf, Plank ≠ Poschauko, Vogelparadies, 2016, © Herta Hurnaus
Landesklinikum Hollabrunn, Claudia Märzendorfer, Für die Vögel 2019, © Claudia Märzendorfer
Landspflegeheim Tulln, Regula Dettwiler, Freiraumgestaltung, 2008, © Lisa Rastl

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