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Architektur und dazu noch jede Menge Gnome, Monster, Ungeheuer nicht nur bei Hieronymus Bosch. Zur Zeit zu sehen in der Ausstelliung der Akademie der Bildenden Künste in Wien.

Hieronymus Boschs Wiener Weltgericht und seine vielfarbigen, erschreckenden Kreaturen – oft halb Mensch und halb Tier, oft tierische Neuschöpfungen – stehen im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Sie widmet sich dem merkwürdigen, vom Bild einer ideal-schönen Natur abweichenden Leben von Mischwesen, Gnomen und Monstern und ihren Erscheinungsformen vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

In fünf Gruppen spannt sich der Bogen am Beispiel von erstaunlichen, oft amüsanten Geschöpfen mit durchwegs befremdlichen Naturbezügen in Buchmalerei, Zeichnung, Druckgraphik, Skulptur und Malerei vom 15. Jahrhundert bis zu Objekten der Gegenwartskunst. Leihgaben aus dem Kunsthistorischen Museum, den Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein, der Albertina oder der Österreichischen Nationalbibliothek stehen Skulpturen von Federico Bonaldi und Tierpräparate von Irene Hopfgartner zur Seite. Fotografien von in Gentechnik und Medizin künstlich realisierten Mischwesen werfen letztlich die brisante Frage auf nach den Grenzen der über die Kunst hinausreichenden Schöpfungsphantasien des Menschen und seinem Umgang mit der Natur.

Natur auf Abwegen? Mischwesen, Gnome und Monster (nicht nur) bei Hieronymus Bosch
Ausstellung bis 29. Jänner 2017 Akademie der Bildenden Künste Wien

Abbildung: Hieronymus Bosch, Weltgerichtstriptychon,Mitteltafel, Detail, um 1490 bis um 1505, Öltempera auf Holz, © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

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