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Klostergebäude, Sanierung, Wien Neubau

Nachhaltigkeit kann man dem heiligen Vinzenz von Paul wirklich nicht absprechen. Als Gründungsvater einer schon im Jahr 1617 initiierten Bruderschaft, wohlgemerkt für ‘Damen der christlichen Nächstenliebe’ geht die heute weltweit agierende Charitas-Organisation auf ihn zurück. Eine ihm gewidmete Wiener Kongregation ist jetzt Bauherrin eines der für den Staatspreis für nachhaltige Architektur nominierten Bauwerke. Und zwar in der Katagorie der Sanierung, was womöglich beweist, dass es auch im katholischen Lager Offenheit für Erneuerung gibt, jedenfalls aber ein Schritt in die richtige Richtung, da das Thema Sanierung und Verdichtung im gegenwärtigen Bauen zunehmend wichtig wird.

Ausgezeichnetes Sanierungsprojekt wurde schließlich auch ein Wohnhaus aus den 20er Jahren im bestehenden Straßenverband 5km Luftlinie zur Wiener Staatsoper. In den weiteren Kategorien bemerkenswert ein niederösterreichisches Justizzentrum mit Haftanstalt in Passivhausstandard, ein lehmgestampfter Kindergarten in der Vorarlberger Vorzeigegemeinde Zwischenwasser, ein oberösterreichischer Firmensitz als Meilenstein einer Trendwende bei großformatigen Logistikbauten und ein partizipatives Wohnprojekt auf dem ehemaligen Nordbahnhofgelände in Wien.

„Das Zusammenspiel von innovativen und energieeffizienten Lösungen sowie höchster architektonischer Qualität leistet einen wichtigen Beitrag für ein lebenswertes Österreich“, sagte Bundesminister Andrä Rupprechter anlässlich der Verleihung der Staatspreise für Architektur und Nachhaltigkeit am 13. Jänner. „Alle Prämierten stellen unter Beweis, dass anspruchsvolle Architektur, ressourcenschonende Bauweise, Energieeffizienz und ein Baustil im Einklang mit Umwelt und Natur keine Widersprüche sind“, unterstrich der Minister. „Gebäude haben eine sehr hohe Lebensdauer. Der Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit zielt darauf ab, herausragende Projekte zu würdigen und zum Nachahmen zu motivieren“ bekräftigte Rupprechter weiter. In den Bereichen „Neubau“ und „Sanierung“ gab es insgesamt 74 Einreichungen. Zwölf ausgewählte Projekte wurden für den Staatspreis nominiert, fünf prämiert. Eine hochkarätige, international besetzte Jury unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. Roland Gnaiger von der Kunstuniversität Linz bewertete sowohl die architektonische Qualität als auch – anhand des klimaaktiv Gebäudestandards – die ökologische und energetische Performance der Bauprojekte. Der Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit wird im Rahmen von klimaaktiv, der Initiative für aktiven Klimaschutz, vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) ausgeschrieben. Abgewickelt wird der Wettbewerb von der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) in Zusammenarbeit mit der Kunstuniversität Linz.

Österreichischer Staatspreis Architektur & Nachhaltigkeit 2014

klimaaktiv ‘5 Vorbild-Projekte mit Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit ausgezeichnet’

 

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