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Den sonnigen Blick auf die Alpen genießt auch die Familie Kaiser im oberösterreichischen Kirchschlag in ihrem Mühlviertler Dreiseithof und auch hier geht die Verbindung von traditioneller Hof-Form und moderner Gestaltung gut zusammen. Dafür haben die Bauherren sich an die Linzer any:time Architekten gewandt. Jürgen Haller und Christoph Weidinger, selbst ein gebürtiger Kirschschlager und den Bauherrn seit Kindheitstagen bekannt, hatten in der Umgebung schon mehrfach umgebaut und so das Vertrauen gewonnen für den ersten bäuerlichen Auftrag mit klassischer Herausforderung: Alt und Jung unter einem Dach.

‚Wichtig ist immer die klare Trennung, man muss auch sagen können, heute zieh ich mich zurück und kommst’s morgen wieder‘ umreißt Weidinger die Herausforderung des Zusammenwohnens mehrerer Generationen. Mit diesem Wunsch waren auch Agnes und Günther Kaiser an ihn herangetreten. Sie wollten den Altbauern das Erdgeschoß überlassen und sich im Obergeschoß eine größere und unabhängige Wohneinheit mit eigenem Zugang einrichten. Dazu kam der Wunsch nach mehr Licht. Im traditionell zu Wohnzwecken genutzten Nordtrakt gar nicht so einfach zu verwirklichen. Man hatte sogar schon an ein weiteren Geschoßes gedacht, das die harmonische Gesamterscheinung völlig zerstört hätte. ‘Ich wollte auf jeden Fall den traditionellen Hof erhalten – aber was Modernes konnte schon dabei sein‘ erklärt der Bauherr seine Idee und war damit bei den any:time Architekten an der richtigen Adresse. Dank zweier ungewöhnlicher baulicher Eingriffe fanden sie eine bessere Lösung.

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Der im Südtrakt befindliche Getreideboden war durch den Umstieg auf die Schafzucht frei geworden und wurde kurzerhand zum mehrgeschossigen Wohnraum umfunktioniert. Die Verbindung zum Nordtrakt stellt ein verglaster Gang her, der auch als Gewächshaus genutzt wird. Er ist etwas zurückversetzt, um die Gesamterscheinung der traditionellen Hoffassade nicht zu stören. Das gilt auch für die Südseite, wo jedoch eine große Fensteröffnung die Wand oberhalb des Stallgeschosses einschneidet und so eine lichtdurchfluteten Raum schafft, von dem man den Blick bis hin zu den Alpen genießen kann. Ein markantes Zeichen für den hoch auf der Hügelkuppe sitzende Hof, ein Zeichen auch für die Respekt vor dem Alten und Offenheit für das Neue. (Manuskriptfassung, Dezember 2013, hk)

Erscheint in der Serie Architektur & Landwirtschaft

Bauernhaus: Alte Substanz und neue Lösungen perfekt kombiniert
Bauern Zeitung, 3.Jänner 2014 . Die Onlineplattform für den Ländlichen Raum

Architektur any:time Architekten

Fotografie Jürgen Haller

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