Home

Im Jahr 1996 setzte das neue Kulturförderungs-Gesetz in Niederösterreich Maßstäbe, die zu einer künstlerischen Dichte im öffentlichen Raum geführt hat, die selbst international ziemlich einzigartig ist.

Statt der bis dahin geltenden 1-%-Regelung für Kunst am Bau wurde eine fortschrittliche ‘Poollösung’ eingeführt, die es seit 30 Jahren ermöglicht, konsequent künstlerische Arbeiten zu realisieren, die zu einem unverkennbaren Teil der Niederösterreichischen Kulturlandschaft geworden sind.

Über 600 unterschiedlichste Projekte wurden bis heute umgesetzt, die von autonomen Skulpturen bis hin zu temporären Interventionen, von Platzgestaltungen über Konzepte für Er innerungskultur bis hin zu Kunstprojekten, die gemeinsam mit der Bevölkerung realisiert wer den, reichen. Mit der Übernahme des Bereichs durch die Kulturabteilung – zuvor als Kunst am Bau bei der Bauabteilung angesiedelt – hatte unter der Zuständigkeit von Katharina Blaas-Pratscher eine nachhaltige Auseinandersetzung und kontinuierliche Erweiterung der Kunst im öffentlichen Raum begonnen. Pratscher leitete KOERNOE bis zu ihrer Pensionierung 2018. Auf sie folgte Katrina Petter als Leiterin.

KOERNOE hat eine Vorreiterrolle in Österreich in der Entwicklung von Kunst am Bau hin zur Kunst im öffentlichen Raum, einzigartig in der Kontinuität, Dichte und Vielfalt, die sich auch international sehen lassen… Im Jubeljahr werden diverse Landmarks aus diesen 30 Jahren vor den Vorhang geholt, es wird der erfolgreichen Entwicklung gedacht aber auch in die Zukunft geschaut mit eigenen Veranstaltungsreihen für Kinder und Jugendliche, um auch die kommenden Generationen an die zeitgenössische Kunst heranzuführen…

Da sind jede Menge Schmankerl dabei: Ein riesiger rosafarbener Erdapfel etwa, den Franz West mitten in die saftige Ackererde platzierte. Ein großes Zwiebelchen von Leo Schatzl, das es von der Mitte eines Kreisverkehrs bis auf die Kinoleinwand an die Seite von Josef Hader und Birgit Minichmayer geschafft hat, eine Konzertbühne von Hans Kuppelwieser, die im See versinkt, eine Aussichtswarten von Heep/Schillinger mit Wow-Effekt, ein Badezimmer im Freien von Iris Andraschek, ein Nasenloch von Gelatin zum Durchschlupfen … ‘Kunst für alle’, wie es in einer der Vermittlungsschienen von KOERNOE so schön heißt … eine Menge zu entdecken im öffentlichen Raum von Niederösterreich, gerade recht zum Start der frühlingsfrischen Ausflugssaison…

KOERNOE

Abb: KOERNOE

Leave a comment