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Der vierte Band der vom Architekturnetzwerk ORTE herausgegebenen Buchreihe zur ‘Architektur in Niederösterreich’ legt den Fokus auf die Jahre 2010-2020.

Hundert Projekte legen Zeugnis ab von der Vielfalt und der Qualität einer höchst lebendigen Architekturlandschaft. Das war nicht immer so. In dem Bundesland, wo die zeitgenössische Architektur ‚früher fast unsichtbar war’ hat sich nicht zuletzt durch die baukulturelle Vermittlungsarbeit des Vereins ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich, der 1994 gegründet wurde, vieles getan. Die baukulturelle Entwicklung, die seit dem  architektonischen Aufbruch am Ende der 1980er Jahre stattgefunden hat, und bereits in den vorhergehenden Bänden bestens dokumentiert ist, wird in einem ausführlichen Essay von den Architekturspezialistinnen Gabriele Kaiser und Franziska Leeb evaluiert.

Die ausgewählten Beispiele sind in sieben Kategorien geordnet, und werden mit Textbeiträgen der weiteren Autorinnen Eva Guttmann, Isabella Marboe und Christina Nägele, Planmaterial und hochwertiger Architekturfotografie ansprechend präsentiert. Ein Schwerpunkt bei der Auswahl der vorgestellten Bauten lag beim Bauen im Bestand.

Das Spektrum reicht von „spektakulären“ Kulturbauten wie den Interventionen von Jabornegg & Pálffy im Stift Altenburg oder Bevk Perović  mit den preisgekrönten Kasematten in Wr. Neustadt hin zu zahlreichen kleineren Projekten, bei denen historische Anwesen ganz vorzüglich um- und weitergebaut wurden, wie dem von Peter Fattingers design.built studio der TU Wien umgesetzten Pensions-Projekt der CARITAS in Unternalb. Eine neue Generation von Weingütern bis hin zur Bründlmayer‘schen Sektrüttelei wird vorgestellt, Alternativen zum Wildwuchs von Gewerbeansiedlungen tun sich auf.

Beim allgegenwärtigen Einfamilienhaus lag der Fokus weit mehr auf dem ökologischen Fußabdruck als auf hochglanztauglicher Inszenierung. Wie überhaupt die Nachhaltigkeit ein großes Thema des Buches ist, das sich neben den zahlreichen Holzbauten auch in den alternativen Wohn- und Arbeitsformen widerspiegelt, die mittlerweile auch im Landleben Einzug gehalten haben. Beachtenswerte Ergebnisse hat der architektonische Entwicklung auch im Bildungs- und Kultursektor sowie bei Bauten der öffentlichen Infrastruktur hervorgebracht.

Keine Frage, über das Dokumentieren hinaus will dieses Buches auch inspirieren und motivieren. Pflichtlektüre für EntscheidungsträgerInnen und Bauinteressierte, um den Mehrwert guter Architektur in der gesamten typologischen Bandbreite zu erfahren.

Anstelle der geplanten Buchpräsentation wird ORTE am 3. Mai einen Kurzfilm online stellen, in dem Franziska Leeb einige Destinationen aus dem Buch besucht und mit BauherrInnen ins Gespräch kommt.

Architektur in Niederösterreich 2010-2020
Herausgeber: ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich
Texte: Eva Guttmann, Gabriele Kaiser, Franziska Leeb, Isabella Marboe und Christina Nägele
Grafik: Althaler + Oblasser
Umfang: 100 Bauten auf 320 Seiten, Darstellung in Bild, Plan und Text, deutsch, Hardcover, 26,5 x 23,5 cm
Verlag: Park Books
Preis: EUR 39,10 / CHF 39,00
ISBN 978-3-03860-227-9

Abbildungen:
Catering Pavillon Wolke 7, Grafenegg, thenextENTERprise, 2015
© Lukas Schaller
Evangelische Kirche Mitterbach, Ernst Beneder, Anja Fischer, 2016
© Konrad Neubauer
Stelzenhaus Klosterneuburg, Schuberth und Schuberth, 2010
© Christoph Panzer
Bahnhof Hennersdorf, Ostertag Architects, 2018
© Kurt Hoerbst
Pädagogische Hochschule Niederösterreich, Baden, Marte.Marte Architekten, 2018
© Faruk Pinjo

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