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Wie wir den Raubbau am Gemeingut stoppen. Entsiegelung jetzt! Die vielbeachtete Ausstellung des AzW ‘Boden für Alle’ ist nächsten Februar noch ein letztes Mal in Niederösterreich zu sehen! Die Landesregierung holt diese wichtige Schau in die Landeshauptstadt und das ORTE Architekturnetzwerk hat ein praxisnahes Rahmenprogramm entwickelt, um die Bodenpolitik näher zu den Menschen zu bringen, gute Beispiele vorzustellen und gangbare Wege für Entscheiderinnen und Entscheider auf allen Ebenen aufzuzeigen. Damit sich endlich etwas ändert! Denn die Oberfläche der Erde ist endlich und Boden unser kostbarstes Gut.

Erstmals nimmt das Rahmenprogramm direkt die Gemeindepolitik in den Fokus. Die Ergebnisse der im Vorfeld stattfindenden Bodenfrühstücke werden ebenso wie die Erkenntnisse der Jugend-Workshops in ein Symposion einfließen, das am 8. März in St. Pölten stattfindet.

Den Startschuss gibt eine Keynote über die politische und individuelle Verantwortung, die wir übernehmen müssen, wollen wir den Umgang mit dem Boden verändern. Eine differenzierte und ganzheitliche Diskussion über den eigentlichen Bedarf in Anbetracht der Ressourcen – von den Quadratmetern verbauter Fläche, bis hin zur Nahrungs- und Energieproduktion auf landwirtschaftlichem Boden – sowie unser Konsumverhalten steht an, um Verhaltensänderungen herbeizuführen und geeignete Maßnahmen in Angriff zu nehmen.

Im ersten Teil des Symposiums drehen sich die Vorträge um die Fragen: Wie schützen wir – als Zivilgesellschaft und Politik – wertvollen Boden vor der Bebauung? Wie sichern wir Boden für die Ernährungssicherheit? Wie kann die Entsiegelung von Boden gefördert werden, um ihn als Sickerfläche und Erdreich wieder zu gewinnen? Welche Anreize müssen geschaffen werden? Und welche Best Practices gibt es bereits?

Der zweite Teil des Symposiums widmet sich neben den Bodenbilanzen von Niederösterreich bis zur EU der aktiven Bodenpolitik im Sinne der Ortskernstärkung bzw. Innenentwicklung der Eindämmung von Zersiedelung am Beispiel von Sempach in der Schweiz. Außerdem blicken wir auf die Potenziale industrieller und gewerblicher Brachflächen für den Schutz und Erhalt fruchtbaren Bodens. Zuletzt werden die Umsetzungsstrategien baukultureller Leitlinien und Weiterbildungsprogramme im Bereich Baukultur und Raumplanung für den Verwaltungsbereich und Entscheidungsträger:innen am Beispiel Kärntens vorgestellt.

Konzept: Carina Sacher, ORTE-Vorstand und Franziska Leeb, ORTE-Vorsitzende

ORTE Bodenlos!?
Fotos: ORTE

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